Im Evaluierungsverfahren werden die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft regelmäßig durch unabhängige Expertinnen und Experten begutachtet. Grundlage sind ein umfassender Selbstbericht sowie ein zweitägiger Vor-Ort-Besuch, bei dem u.a. Forschungsleistungen, strategische Entwicklung, Nachwuchsförderung, Kooperationen und Transferaktivitäten eingehend betrachtet werden.
Die Evaluierungskommission hebt insbesondere die wissenschaftliche Exzellenz des IKZ hervor. Diese zeigt sich in einer hohen internationalen Sichtbarkeit durch Publikationen in renommierten Fachzeitschriften, zahlreiche Beiträge auf Fachkonferenzen sowie die erfolgreiche Einwerbung kompetitiver Drittmittel. Auch die strukturierte Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch Promotionsprojekte, wissenschaftliche Schulen und internationale Trainingsformate wurde ausdrücklich positiv bewertet.
In besonderem Maße erfreulich sieht die Kommission die Entwicklung im Bereich Technologietransfer. Die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern, Aktivitäten im Bereich Intellectual Property sowie die Unterstützung von Ausgründungen stärken die Überführung wissenschaftlicher Ergebnisse in technologische Anwendungen und erhöhen die Innovationswirkung des Instituts deutlich.
Hervorzuheben ist zudem der Forschungsinfrastrukturauftrag des IKZ. Mit seinen internationalen Kristall-Service- und Vertriebsaktivitäten stellt das Institut hochwertige Kristalle für Forschungseinrichtungen und Unternehmen weltweit bereit und leistet damit einen zentralen Beitrag für Wissenschaft und Hochtechnologieanwendungen. Die Bedeutung dieser Rolle würdigt auch die Evaluierungskommission: „Das IKZ ist ein gefragter Partner in groß angelegten Forschungsprojekten. Es ist eine beachtliche Leistung, dass es Kristalle für die Projekte LEGEND-1000 und Einstein Teleskop liefert“, heißt es im Evaluierungsbericht.
Darüber hinaus unterstützt die Kommission ausdrücklich die strategische Weiterentwicklung des IKZ. Sie befürwortet insbesondere den Ausbau der Kristallzüchtungsinfrastruktur auf 4- bis 8-Zoll-Kapazitäten sowie die Einrichtung einer Kristallakademie zur gezielten Ausbildung und Gewinnung wissenschaftlicher Nachwuchstalente. Den Ausbau der Kristallzüchtung bewertet sie dabei besonders positiv: „Beeindruckenderweise hat das IKZ sein Ziel erreicht, 2-Zoll-Aluminiumnitrid- und Galliumoxid-Volumenkristalle von sehr hoher Qualität zu züchten. Das Institut plant, diese Materialien weiterzuentwickeln und Kristalle mit bis zu 4–8 Zoll Durchmesser zu züchten.“
Die positive Entscheidung des Leibniz-Senats bestätigt die starke internationale Position des IKZ und unterstreicht die Bedeutung der am Institut geleisteten Arbeit. Sie ist zugleich Anerkennung und Ansporn, die führende Rolle des IKZ in der Kristallzüchtung und Kristalltechnologie auch in Zukunft konsequent weiter auszubauen.
Den Wortlaut der Stellungnahme finden Sie unter: https://www.leibniz-gemeinschaft.de/fileadmin/user_upload/Bilder_und_Downloads/%C3%9Cber_uns/Evaluierung/Senatsstellungnahmen/IKZ_-_Senatsstellungnahme__07.07.2026__mit_Anlagen.pdf.
Kontakt:
Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ)
Dr. Maike Schröder
Tel.: +49 (0) 30 / 246 499 107
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